Fakten zur Sonnencreme-Laboranalyse
- ✅ 6 Sonnencremes untersucht
- ✅ Beworbene Lichtschutzfaktoren: SPF 50 bis SPF 100
- ✅ Zwei unabhängige Laborverfahren eingesetzt
- ✅ Kein wirksamer UV-Schutz bei den getesteten Produkten nachgewiesen
- ✅ Betroffene Angebote anschließend von der Plattform entfernt
ÖKO-TEST untersuchte sechs Sonnencremes, die über den Online-Marktplatz Temu gekauft wurden. Die Laboranalyse zeigte, dass die getesteten Produkte keinen wirksamen UV-Schutz boten. Die betroffenen Angebote wurden anschließend von der Plattform entfernt. Der Fall macht deutlich, wie wichtig nachvollziehbare Qualität und vertrauenswürdige Hersteller gerade bei Sonnenschutzprodukten sind.
Ein aktueller Laborbericht von ÖKO-TEST sorgt derzeit für Aufsehen: Mehrere über einen Online-Marktplatz verkaufte Sonnencremes boten nach den Laboruntersuchungen keinen wirksamen Schutz vor UV-Strahlung. Was bedeutet das für Verbraucher – und worauf sollten Sie beim Kauf achten?
Bei vip-business-club testen und empfehlen wir nur Produkte, von deren Qualität wir überzeugt sind. Die aktuellen Laborergebnisse von ÖKO-TEST zeigen eindrucksvoll, warum das gerade bei Sonnencremes wichtig ist.
Sommer, Sonne, Sicherheit – oder nur ein gutes Gefühl?
Die Sonne lockt nach draußen. Ob im Freibad, beim Wandern oder im Urlaub am Meer – Sonnencreme gehört für die meisten Menschen selbstverständlich dazu.
Wer sich sorgfältig eincremt, fühlt sich sicher.
Doch genau dieses Sicherheitsgefühl kann trügerisch sein.
Denn eine aktuelle Laboranalyse zeigt, dass nicht jede Sonnencreme auch tatsächlich das hält, was auf der Verpackung versprochen wird.
Gerade Produkte mit besonders hohen Lichtschutzfaktoren wecken großes Vertrauen. Umso alarmierender sind die Ergebnisse einer Untersuchung, die ÖKO-TEST jetzt veröffentlicht hat.
ÖKO-TEST untersucht sechs Sonnencremes
Für die Untersuchung kaufte ein großes deutsches Unternehmen bereits im vergangenen Jahr stichprobenartig sechs Sonnencremes mit hohen Lichtschutzfaktoren über den Online-Marktplatz Temu ein und stellte ÖKO-TEST die Produkte beziehungsweise die Untersuchungsdaten zur Verfügung. Ziel war die Frage, ob die versprochene Schutzwirkung tatsächlich vorhanden ist.
Die getesteten Produkte warben mit Lichtschutzfaktoren zwischen SPF 50 und SPF 100 – also genau den Werten, zu denen Verbraucher greifen, wenn sie einen besonders hohen Schutz erwarten.
Um die Schutzwirkung zu überprüfen, wurden zwei Laborverfahren eingesetzt:
- eine In-vitro-Messung, bei der die UV-Durchlässigkeit der Sonnencremes untersucht wurde,
- sowie eine HPLC-Analyse, mit der festgestellt werden kann, welche UV-Filter tatsächlich enthalten sind.
Das Ergebnis ist alarmierend
Das Fazit der Laboranalyse fällt eindeutig aus.
Nach Angaben von ÖKO-TEST enthielten die untersuchten Sonnencremes keine UV-absorbierenden Moleküle. Entsprechend konnten sie keinen wirksamen Schutz vor UV-Strahlung bieten.
Mit anderen Worten:
Die aufgedruckten Lichtschutzfaktoren spiegelten nach den Laborergebnissen nicht die tatsächliche Schutzwirkung wider.
Für Verbraucher ist das besonders problematisch. Wer sich auf einen Lichtschutzfaktor von 50 oder sogar 100 verlässt, geht davon aus, zuverlässig vor UV-Strahlung geschützt zu sein – und verhält sich häufig entsprechend länger in der Sonne.
Diese Produkte wurden untersucht
Laut ÖKO-TEST handelte es sich unter anderem um folgende Produkte:
- SUMAX SPF 100
- ICVC Sun Stick SPF 50
- Sadoer Collagen Whitening Sunscreen SPF 50+
- Ouhoe Sunblock Cream SPF 50
- Miss Factor X Sun Careen Moisturising SPF 85+
- Maycheer Sunscreen Cream SPF 90
Bei vier dieser Produkte waren UV-Filter auf der Verpackung angegeben. Bei zwei Produkten wurden auf der Inhaltsstoffliste gar keine UV-Filter ausgewiesen. Die Laboruntersuchung ergab jedoch, dass keines der getesteten Produkte einen wirksamen UV-Schutz bot.
Warum fehlender UV-Schutz so gefährlich ist
UV-Strahlung ist unsichtbar. Genau das macht sie so tückisch.
Während man die Wärme der Sonne sofort spürt, bleiben die eigentlichen Schäden zunächst unbemerkt.
Bereits ab einem UV-Index von 3 kann die Haut geschädigt werden. Sonnenbrand ist dabei nur die sichtbarste Folge. Gleichzeitig können DNA-Schäden in den Hautzellen entstehen. Langfristig gilt UV-Strahlung als wichtigste Ursache für die Entstehung von Hautkrebs.
Deshalb empfehlen Dermatologen seit Jahren, konsequent Sonnenschutz zu verwenden – und diesen regelmäßig zu erneuern.
Umso wichtiger ist es, dass Verbraucher sich auf die Schutzwirkung ihrer Sonnencreme verlassen können.
Der Preis allein darf nicht entscheiden
Natürlich bedeutet ein niedriger Preis nicht automatisch eine schlechte Qualität.
Auch günstige Sonnencremes europäischer Hersteller schneiden in unabhängigen Tests regelmäßig gut ab.
Problematisch wird es jedoch, wenn Herkunft, Hersteller oder Qualitätskontrollen kaum nachvollziehbar sind und Verbraucher sich ausschließlich auf Werbeversprechen verlassen müssen.
Gerade bei Produkten, die unmittelbar die Gesundheit schützen sollen, sollte Transparenz selbstverständlich sein.
Denn anders als bei einem T-Shirt oder einer Handyhülle kann eine mangelhafte Sonnencreme gesundheitliche Folgen haben.
Temu ist nicht der einzige Anbieter
Ein wichtiger Punkt wird in vielen Berichten übersehen:
Die untersuchten Sonnencremes wurden zwar über Temu gekauft, jedoch waren einzelne Produkte nach Angaben von ÖKO-TEST auch über andere internationale Plattformen erhältlich – darunter AliExpress und Alibaba.
Der Fall ist deshalb größer als eine einzelne Verkaufsplattform.
Er zeigt vielmehr, wie wichtig nachvollziehbare Qualitätsstandards und eine transparente Produktherkunft gerade bei Gesundheits- und Kosmetikprodukten sind.
Reaktion nach den Laborergebnissen
Nach der Konfrontation mit den Untersuchungsergebnissen erklärte Temu gegenüber ÖKO-TEST, die betroffenen Produkte von der Plattform entfernt zu haben.
Darüber hinaus kündigte das Unternehmen an, ähnliche Sonnenschutzprodukte unabhängig überprüfen zu lassen und den Verkauf vergleichbarer Produkte bis zum Abschluss dieser Prüfungen auszusetzen.
Für Verbraucher bleibt dennoch eine wichtige Erkenntnis:
Ein hoher Lichtschutzfaktor auf der Verpackung allein ist keine Garantie für einen wirksamen Sonnenschutz. Deshalb lohnt es sich, auf Herkunft, Qualität und nachvollziehbare Herstellerangaben zu achten.
Woran erkennen Sie eine hochwertige Sonnencreme?
Die Untersuchung von ÖKO-TEST zeigt vor allem eines:
Nicht jeder hohe Lichtschutzfaktor auf der Verpackung garantiert automatisch einen zuverlässigen Schutz.
Verbraucher sollten deshalb beim Kauf nicht ausschließlich auf den Preis oder große Werbeversprechen achten.
Folgende Punkte helfen bei der Auswahl einer hochwertigen Sonnenpflege:
1. Kaufen Sie möglichst bei seriösen Händlern
Sonnencremes sollten möglichst über Apotheken, Drogerien, den Fachhandel oder direkt beim Hersteller bezogen werden. So ist die Herkunft nachvollziehbar und das Risiko von Produktfälschungen oder minderwertiger Ware deutlich geringer.
2. Achten Sie auf einen bekannten Hersteller
Ein transparenter Hersteller mit europäischer Anschrift, vollständiger Deklaration und erreichbarem Kundenservice schafft Vertrauen.
3. Prüfen Sie die Inhaltsstoffe
Eine vollständige INCI-Deklaration gehört heute zum Standard hochwertiger Kosmetikprodukte. Fehlen wichtige Angaben oder wirken sie unvollständig, sollte man skeptisch werden.
4. Wählen Sie den passenden Lichtschutzfaktor
Dermatologen empfehlen in Mitteleuropa in den meisten Fällen mindestens Lichtschutzfaktor 30, bei empfindlicher Haut oder intensiver Sonneneinstrahlung häufig Lichtschutzfaktor 50.
Ein unrealistisch hoher Wert wie SPF 90 oder SPF 100 klingt zwar beeindruckend, bietet gegenüber SPF 50 jedoch nur einen sehr geringen zusätzlichen Schutz.
5. Sonnenschutz richtig anwenden
Selbst die beste Sonnencreme schützt nur dann zuverlässig, wenn sie ausreichend aufgetragen wird.
Viele Menschen verwenden lediglich ein Drittel der empfohlenen Menge und erreichen dadurch nicht den angegebenen Lichtschutzfaktor.
Zusätzlich sollte der Sonnenschutz nach dem Baden, starkem Schwitzen oder längerer Aufenthaltsdauer regelmäßig erneuert werden.
Unsere Empfehlung: Qualität statt Glücksspiel
Der aktuelle Laborbericht macht deutlich, wie wichtig nachvollziehbare Qualität bei Produkten ist, die unmittelbar unsere Gesundheit schützen sollen.
Deshalb empfehlen wir grundsätzlich Sonnenpflegeprodukte, deren Herkunft, Herstellung und Qualitätsstandards transparent nachvollziehbar sind.
Eine interessante Alternative stellen die Sonnenpflegeprodukte von Chogan dar.
Warum wir Chogan empfehlen
Chogan entwickelt seine Kosmetikprodukte nach europäischen Qualitätsstandards und arbeitet mit etablierten Herstellern zusammen.
Zu den Vorteilen zählen unter anderem:
- hochwertige kosmetische Formulierungen
- verschiedene Lichtschutzfaktoren für unterschiedliche Hauttypen
- angenehme Hautverträglichkeit
- pflegende Inhaltsstoffe
- moderne UVA- und UVB-Filter
- Herstellung nach europäischen Kosmetikvorschriften
Gerade für Menschen, die ihre Haut regelmäßig schützen möchten, lohnt sich ein Blick auf Produkte, deren Herkunft und Qualitätskontrolle nachvollziehbar sind.
Unser Fazit
Die aktuellen Laborergebnisse zeigen eindrucksvoll, dass Verbraucher bei extrem günstigen Angeboten aus unbekannten Quellen vorsichtig sein sollten.
Natürlich bedeutet ein niedriger Preis nicht automatisch schlechte Qualität.
Ebenso wenig ist jede internationale Handelsplattform grundsätzlich problematisch.
Der aktuelle Fall macht jedoch deutlich, wie wichtig Transparenz, nachvollziehbare Hersteller und überprüfbare Qualitätsstandards gerade bei Gesundheitsprodukten sind.
Denn Sonnenschutz ist weit mehr als Kosmetik.
Er schützt unsere Haut – und im besten Fall unsere Gesundheit über viele Jahre.
Wer deshalb bewusst auf hochwertige und nachvollziehbare Produkte setzt, investiert nicht nur in schöne Haut, sondern auch in seine eigene Sicherheit.
Unsere Empfehlung
Sie möchten sich selbst ein Bild von hochwertigen Sonnenpflegeprodukten machen?
Dann informieren Sie sich über die aktuellen Sonnenpflegeprodukte von Chogan.
Dort finden Sie verschiedene Sonnenschutzprodukte für unterschiedliche Hauttypen sowie weitere Informationen zu Anwendung und Pflege.
Denn beim Sonnenschutz sollte nicht der niedrigste Preis entscheiden – sondern das Vertrauen in die Qualität.
Sonnenschutz - Häufige Fragen (FAQ)
Ist jede billige Sonnenschutzcreme schlecht?
Nein. Auch preiswerte Sonnencremes europäischer Hersteller erzielen regelmäßig gute Testergebnisse. Entscheidend sind Herkunft, Qualität und nachweisbare Schutzwirkung.
Reicht Lichtschutzfaktor 30 aus?
Für viele Alltagssituationen ja. Bei sehr heller Haut, Kindern oder intensiver Sonneneinstrahlung wird häufig Lichtschutzfaktor 50 empfohlen.
Schützt ein Lichtschutzfaktor 100 doppelt so gut wie SPF 50?
Nein. Der Unterschied ist deutlich geringer, als viele Verbraucher vermuten. Ein sehr hoher Lichtschutzfaktor ersetzt niemals das richtige Eincremen oder vernünftiges Verhalten in der Sonne.
Wie oft sollte Sonnencreme aufgetragen werden?
Vor dem Aufenthalt in der Sonne großzügig auftragen und anschließend – insbesondere nach dem Baden oder starkem Schwitzen – regelmäßig erneuern.
Quellen
- ÖKO-TEST: Laboranalyse – Sonnencremes von Online-Shopping-Anbietern schützen nicht vor UV-Strahlung
- Bundesamt für Strahlenschutz: Warum Schutz vor UV-Strahlung wichtig ist
- Bundesamt für Strahlenschutz: Schutz vor UV-Strahlung
- Deutsche Krebshilfe: UV-Strahlung und Hautkrebs
Der Beitrag enthält eine eigene redaktionelle Einordnung der genannten Quellen.





